Vor den östlichen Stadttoren

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Vor den östlichen Stadttoren

Beitrag von Riskaria am So März 15, 2015 3:50 am

Mit jedem Schritt den er tat, brannten die Blasen an seinen Füssen wie Feuer. Er konnte nicht aufhören sich am Hals und an den Wangen zu kratzen. Tag für Tag musste er kratzen, denn es juckte so fürchterlich. Wielange war er nun schon unterwegs? wann nahm er das letzte Mal Essen zu sich? diese Gedanken kamen ihm garnicht. Er wusste es auch nicht. Er lief einfach weiter und immer weiter. Er kam auf einem unbefahrenem Feldweg aus einem Waldstück hervor und da war es...... im Westen stand sie, gross und stark. Und er wusste das war sein Ziel. Das Jucken war soweit gegangen, dass seine Haut abgerieben war. Seine Schuhe erkannte man nurnoch an den Bändern um seine ausgemagerten Knöchel. Seine Augen waren rotunterlaufen und umrandet von grossen violetten eingefallenen Augenringen.... Sein Kinn hielt den Kiefer noch irgendwie zusammen, aber so genau wusste man das nichtmehr. Seine Haare fielen ihm büschelweise aus. Dicke , schwarze Haare. Struppig und robust. Sie fielen einfach zu Boden jedesmal wenn er sich am Kopf kratzte, denn es juckte so langsam überall. Desdo näher er der Stadt kam ,desdo schlimmer wurde es. Doch irgendwas versprach ihm, dass das Erreichen der Stadt seine Befreiung sein würde. So trieb er sich seitlich hinkend , ziemlich schnell vorran, trotz all der körperlich sichtlichen Behinderungen und Schmerzen.... sowie der Unsichtbaren psychischen Schäden.

Jeder der ihn vorbei hinken sah, machte einen grossen Bogen um den Mann. Man sah ihn abwertend an. Manche sogar erschrocken. Keiner wollte ihm helfen. Keiner kam ihm zu nahe.

Das nahm er wahr. Doch besser , empfand er. Er musste nur die Stadt Goldwasser erreichen.

Er kam bis kurz vor die Tore.

Halt! Wer geht dort ! was ist euer Begehr! ich kenn euch nicht, wann seit ihr das Letzte mal hier gewesen? Seit ihr überhaupt schonmal hiergewesen? Die Wachen wurden unruhig, als sie keine Antwort von dem Fremden ,derangierten Mann bekamen.

Die Wachen hielten ihn auf, er wurde nervös und hyperventilierte! er versuchte mit seiner verbliebenen Kraft an den Torwachen vorbeizugelangen!
Diese jedoch , waren viel stärker als er selbst. Sein Körper....er.... was folgte, konnte er nurnoch wie aus einem Traum miterleben. Dort wo sie ihn festhielten , löste sich seine Haut gemischt mit den Kleidern von den Muskeln und legten offene rote Wunden frei. Die Wachen zögerten nicht. Sie prügelten erstmal auf den Aufgebrachten ein. 2 Hiebe in den Bauch raubten dem Fremden die Luft und er musste stark husten. Dunkelroter Glibber drang dabei aus seinem Mund. Er war wütend. So wütend und doch verlor er sämtliche Kraft in seinen Gliedern und seine Körpertemperatur stieg absurd. Die Wahrnehmung war ganz verschwommen für den Fremden als er den Wachen sein Blutgespei entgegenrotzte als er sich in deren Arme warf und dabei versuchte sich auf den Beinen zu halten. Die Prügel die er bekam waren noch viel schlimmer als zuvor. Als er sich nichtmehr bewegte... hörten die Wachen auf. Er lag mit dem Gesicht auf dem Boden und rührte sich nichtmehr...

Was zum Henker war denn mit dem Los! - er hat es so gewollt! - Der war nicht ganz normal! hast du seine Augen gesehen?! und dieses ... scheiss widerlicher Landstreicher, zum kotzen. die Wachen versuchten sich zu säubern von dieser unschönen Szenerie.... Doch so wichtig..... erschien es ihnen gerade nicht..... um davon andere in Kenntnis zu setzen ,besonders nicht ihren gestressten Kommandeur der Stadtwache...
avatar
Riskaria
Admin

Anzahl der Beiträge : 548
Anmeldedatum : 11.11.14
Alter : 33
Ort : Fuerteventura

Benutzerprofil anzeigen http://riskaria.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten